Akupunktur Behandlung

Eine über Jahrtausende bewährte Heilkunst der Chinesischen Medizin

Die Kunst der heilsamen Stiche

Akupunktur

Die Akupunktur ist ein Teilgebiet der Jahrtausende alten Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Alle Gebiete der TCM sind eng mit der chinesischen (Natur)-Philosophie, sowie mit dem Taoismus und dem Konfuzianismus verbunden.

Kleines Glossar der chinesischen Heilkunst

Von besonderer Bedeutung sind:

  • das Tao – das große Ganze
  • die beiden polaren Kräfte Yin und Yang
  • die Lebenskraft „Qi“ („Chi“)

Die chinesische Akupunktur ist eine ganzheitliche Methode. Die Krankheit gilt nicht als Defekt eines einzelnen Organs, sondern als eine Störung oder Blockade der Lebensenergie Qi. Ist der Mensch gesund, fließt das Qi ungehindert und ausgeglichen durch die Energieleitbahnen des Körpers, auch Meridiane genannt.

Die Bedeutung von Yin und Yang in der Akupunktur

Die zwölf Hauptmeridiane durchziehen den Körper wie ein dichtes Netz. Sie sind bestimmten Organen zugeordnet, etwa dem Lebermeridian und unterteilen sich nach Yin und Yang. Ist der Mensch gesund, besteht ein inneres Gleichgewichtes von Yin und Yang, den beiden einander komplementären Aspekten aller Lebensbereiche und Vorgänge. Yin und Yang sind unterschiedlich, aber untrennbar miteinander verbunden. Sie sind ständig im Fluss und dadurch auch immer im Fließgleichgewicht. Sie symbolisieren Energie und Materie, wobei das eine ohne das andere undenkbar wäre.

Die Rolle von Yin steht für das weibliche Prinzip: für den Mond, Unbewusstes, Erde, Dunkelheit, Kälte, Ruhe und das Empfangende. Yang dagegen steht für das männliche Prinzip: für die Sonne, Bewusstes, Himmel, Energie, Bewegung, Licht, Wärme und das Gebende. Das chinesische Wort Yang bedeutet übersetzt: „die sonnenbeschienene Seite des Berges“, das Wort Yin hingegen steht für „die sonnenabgewandte Seite des Berges“. Dementsprechend werden der Rücken und die Außenseite von Gliedmaßen als Yang-Seite bezeichnet, und die Körperregionen des vorderen Leibes und die Innenseite der Gliedmaßen gelten als Yin-Seite.

Gesundes Leben kann es nur geben, wenn sich beide Kräfte im harmonischen Gleichgewicht befinden. Wird nun der Energiefluss gestört, zum Beispiel durch Umwelteinflüsse wie Kälte, Wärme, Zugluft oder falsche Ernährung, seelische Belastung und Überanstrengung, können verschiedene Krankheiten und Schmerzzustände entstehen.

Mit Hilfe der Akupunktur kann die Harmonie im Energiefluss von Yin und Yang wiederhergestellt werden.

Heilsame Nadelstiche bringen den gestörten Energiefluss wieder ins Gleichgewicht

Der Begriff Akupunktur setzt sich zusammen aus acus = Nadel und pungere = stechen. Akupunktur ist somit die Therapie mit Nadeln.

Nach der genauen Diagnose einer Erkrankung werden die entsprechenden Punkte der Meridiane genadelt, um so wieder einen ausgeglichenen Energiestrom herzustellen. Das heißt, die Energie wird dort, wo sie sich staut, ins Fließen gebracht – dort, wo sie relativ zu viel ist, wird sie vermindert – dort, wo sie fehlt, wird sie ersetzt.

Akupunktur – Ein ganzheitliches Konzept für viele Anwendungsbereiche

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt die Akupunktur in der Orthopädie für:

  • Halswirbelsäulenbeschwerden
  • Schulterschmerzen
  • Tennisellenbogen
  • Lendenwirbelschmerzen
  • Hexenschuss
  • bandscheibenbedingte Schmerzen
  • Arthrose Schmerzen
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Tinnitus

Die Akupunktur-Anwendung in der Schmerztherapie

In der modernen westlich ausgerichteten Akupunktur-Behandlung wird der philosophische Hintergrund ausgeklammert. Die Diagnosestellung erfolgt nach einer normalen Konsultation. Die Wirkung wird nicht mit der Beeinflussung des Qi erklärt, sondern mit den folgenden Mechanismen:

  • Die Bildung und Verstärkung von körpereigenen morphinartigen Substanzen (Endorphinen) und Nerven-Überträger Substanzen (Neurotransmittern). Diese Substanzen wirken schmerzlindernd und psychisch entspannend.
  • Aktivierung und Deaktivierung von Mechanismen zur Schmerzkontrolle. Reize an bestimmten Stellen sollen die Schmerzempfindlichkeit im Stammhirn verschließen. Dadurch können später auftretende Schmerzimpulse der Krankheit nicht mehr ankommen (Gate Control Theory).
  • Reflexwirkung der Akupunktur: Ein erkranktes Organ führt zu einer Reihe von teilweise schmerzhaften Veränderungen auch in ferner gelegenen Muskel- und Hautpartien, z.B. zu Verspannungen, Verkrampfungen und Durchblutungsveränderungen. Durch Reizung von Akupunkturpunkten auf der Haut werden die diesen Punkten zugeordneten Organe rückwirkend beeinflusst.
  • Bioelektrische Regulation: alle Nerven- und Muskelvorgänge sind unter anderem elektrophysiologische Vorgänge. Die Veränderung an einer Muskelzelle kann über die vielfältigen Verbindungen von Zellen, Geweben und Organen zu Veränderungen wie einer Durchblutungssteigerung und/oder einer Abwehrzellenvermehrung führen.

So kann die körpereigene Abwehrkraft verbessert und gestärkt werden.

Die Akupunktur kann jedoch nur heilen, was gestört ist, nicht aber, was zerstört ist.

Fazit – Akupunktur sorgt für wohltuende Entspannung und lindert Schmerzzustände

Der Arzt wird die Therapie beginnen, indem er Sie ruhig und entspannt lagert. Beim Einstich entsteht eine minimale unangenehme Empfindung, die beim Tieferführen der Nadel in der Regel verschwindet. Erst wenn die Nadel an ihrem endgültigen Platz angelangt, wird ein typisches Empfinden beim Patienten ausgelöst. Die chinesische Medizin nennt dieses Empfinden „de Qi“: das Ankommen und Wandern des Qi. Es handelt sich um ein schwer beschreibbares, dumpfes Gefühl, das am Ort des Einstiches auftritt und sich tendenziell in den Meridianen ausbreitet. Nach einigen Minuten lässt dieses Gefühl nach, es schließt sich eine wohltuende Entspannung an. Oft wird von den Patienten ein Wärmegefühl beschrieben, das im Gebiet des Akupunkturpunktes oder auch im Meridian auftritt. Die Behandlung dauert 20 – 30 Minuten. Es werden immer so wenig Nadeln wie möglich gestochen – während einer Sitzung maximal 10-12.

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